Robbenreise mit Hindernissen im Winter 2017

Robbe Jungtier Helgoland

Auch in diesem Winter ging es - wie schon in den vergangenen Jahren - wieder mit einer Fotogruppe nach Helgoland gehen! Aber diesmal lief es leider nicht ganz so glatt, dafür nahm es ein schönes Ende! Doch der Reihe nach...

Alles begann damit, dass unser Umzug zum Zeitpunkt der Ausschreibung für diese Reise weder geplant noch zu erahnen war, denn im Frühjahr war noch nicht einmal der konkrete Gedanke für unseren Umzug nach Eiderstedt da... Also - da bin ich ganz ehrlich - lag diese Reise etwas ungünstig, denn nicht mal 1 Woche nach Helgoland war bereits der Möbelwagen bestellt, Endspurt sozusagen! Dazu gesellten sich ein ganz schreckliche Befürchtungen um unseren Maex, bei dem die Tierärztin beim Abstrich einer entzündeten Wunde den Verdacht auf einen Tumor geäußert hatte, dazu führten entsprechende Ergebnisse im Labor. Also stand eine Biopsie unter Vollnarkose an, natürlich genau für meinen Abreisetag in Richtung Cuxhaven am vergangenen Mittwoch... Meine Nerven lagen blank... Umzug - Reise und Sorge um einen eventuell todkranken Hund, nachdem wir unser Senior im Mai diesen Jahres auf seine letzte Reise gehen lassen mussten... puh, am liebsten hätte ich mir ein Loch gegraben und mich verkrochen...

Aber es nützte nichts, also wurde der Koffer gepackt, die Linse geputzt und mein Mann und ich fuhren mit 2 Autos in die Klinik, damit ich wenigstens bis zum Erwachen aus der Narkose bei meinem Maex bleiben konnte, danach startete ich dann direkt in Richtung Cuxhaven, am nächsten Tag sollte das Schiff um 10.30h ablegen... Meine Teilnehmer waren bereits alle im Hotel eingetroffen und hatten sich selbst einen Tisch beim Italiener um die Ecke organisiert und auch meinen Zimmerschlüssel gesichert, da die Rezeption am Abend nicht mehr besetzt war. Die Fahrt nach Cuxhaven zieht sich sehr, es war dunkel, regnete und mit den Sorgen im Kopf war es keine schöne Fahrt, ich sehnte die Ankunft herbei... Aber es reichte wohl noch nicht, da musste es noch einen drauf geben - ca. 40 km vor Cuxhaven erreichte mich eine SMS der Reederei - das Schiff sollte nächsten Tag nicht fahren, es war zu stürmisch... Ich dachte, mich laust der Affe! Das auch noch!! Die Stimmung sank unter Null...

In Cuxhaven angekommen empfing mich die Truppe, nicht gerade begeistert, denn auch dort war inzwischen bekannt, dass wir einen weiteren Tag in Cuxhaven verbringen mussten... Na denn, nützte ja nix, immerhin konnten wir alle die Buchung unserer Zimmern verlängern und so legten wir dann am Freitag endlich ab - auf nach Cuxhaven! Es schneite! Und das nicht zu knapp...! 

Wenn irgendwo der Wurm drin ist, dann wächst dieser ja meistens oder vermehrt sich, kennen wir alle... Also war es eine recht stürmische Überfahrt, einigen Teilnehmer ging es sehr schlecht, einige hielten sich gerade so "über Wasser"... Wir waren alle heilfroh, als wir endlich mit einiger Verspätung im Hafen von Helgoland anlegten! Und zu unserer großen Freude war der Himmel nicht nur grau verhangen, sondern es zeigten sich auch hellblaue Flecken, die Sonne blitze ab und zu durch die Wolkendecke, also ging es noch fix mit der Dünenfähre zu den Robben!

Auch am nächsten Tag meinte Petrus es gut mit uns, wir konnten bei starkem Wind, der den Sand über den Strand fegte immerhin immer wieder bei herrlichem Sonnenschein unsere Fotos machen und die Robben beobachten. Christine und Ina hatten sogar das riesige Glück, eine Geburt zu erleben, welch ein berührender Moment! 

Am Sonntag ging es nach einem Rundgang auf dem Oberland wieder nach Hause, diesmal ruhig und entspannt, wie "langweilig"... 😉 Im Anschluss ein paar Bilder, bitte für größere Ansicht anklicken!

Ich danke meinen Teilnehmerinnen für die schöne gemeinsame Zeit, wir haben viel Spaß zusammen gehabt und im Nachhinein bin ich froh, dass ich durch Euch ein wenig von Sorgen und Planungsgedanken abgelenkt wurde... 

Die Befürchtungen um Maex Gesundheit haben sich übrigens glücklicherweise nicht bestätigt, keine Tumormarken, "nur" eine sehr starke bakterielle Entzündung, die inzwischen dank Antibiotika fast abgeklungen ist! Puh, da ist mir gestern beim Anruf der TÄ ein riesiger Felsen vom Herzen geplumpst! Am Freitag kommen die Fäden raus und am Montag geht's dann für immer in unser neues Zuhause auf der Halbinsel Eiderstedt... Ich werde berichten... (wenn die I-Net Leitung wieder steht... 😉)

Euch allen wünsche ich eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit, hoffentlich ein paar Tage Ruhe und Erholung und einen guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes und fröhliches 2018!

Danke für Eure Treue, das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr und ich bin sehr dankbar dafür! Knuddler an all Eure Vierbeiner ❤️