Salz auf der Haut und Wind um die Nase - Nordsee!

Pfahlbau in der Nordsee in Sankt Peter-Ording am Strand

Der Wind ist kühl, aber die Sonne wärmt - die Wolkendecke, die morgens noch über unserem Campingplatz hing, verzieht sich ins Landesinnere... Wieder einmal Glück gehabt! Also los - Kamera klar gemacht, alle notwendigen Objektive im Rucksack und das Stativ nicht vergessen! Mit entsprechendem Filter entstehen bei langen Belichtungszeiten feine Aufnahmen, ich mag es, wenn die Bewegung des Wassers zu weichen Wellen wird und die Wolken sanft am Himmel ziehen... Ich verwende übrigens LEE-Filter, sind einfach die Besten! Nachdem ich 2x billige Filter gekauft hatte, bin ich dann doch bei der teuren Variante gelandet - da bestätigt sich der gute alte Spruch wieder: Wer billig kauft, kauft doppelt...!
Doch zurück zur Nordsee... Der Strandparkplatz in Ording ist schon gut gefüllt für einen ganz normalen Dienstag, die Hauptsaison hat ja noch gar nicht richtig angefangen. Es tummeln sich schon eine Menge Menschen am Strand, aber wie schon so oft fällt es kaum auf, der Strand ist einfach riesig und so kommt auch heute wieder nicht das Gefühl von Enge auf...

Nachdem wir unser Auto in 3. Reihe geparkt haben (man sollte nie zu dicht an die begrenzenden Pfähle fahren, denn dort ist der Sand oft recht weich und tief und beim Wegfahren erleben hier viele eine böse Überraschung in Form von durchdrehenden Reifen... 😉), gehts zielstrebig zum größten Pfahlbau am Ordinger Strand und meinem absoluten Lieblingsrestaurant: Der Strandbar 54! Dieses Haus auf Stelzen ist nicht nur fotografisch ein Hingucker und sehr beliebtes Fotomotiv, sondern hat auch eine sehr gute Küche und noch netteres Personal! Wir fühlen uns hier immer sehr wohl und haben schon viele nette Gespräche mit anderen Gästen an den langen Tischen auf der Terrasse geführt! Man sitzt draußen unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein direkt über der Nordsee - einfach himmlisch!

Aber das ist heute nicht der Grund unseres Strandbesuches - ich will fotografieren! Also los - Stativ aufstellen, Kamera drauf, Filter einsetzen, richtige Belichtung einstellen und los geht's! Der Wind bläst ordentlich, ich spüre die Salzluft im Gesicht, die Wellen tanzen um meine nackten Beine und ich muss aufpassen, dass der Sand unter meinen Füßen mir nicht die Standfestigkeit raubt... Während der Aufnahme schaue ich den Kindern zu, die laut juchzend in die Wellen springen und genau wie ich diese Naturgewalten in vollen Zügen genießen. Weiter draußen beobachte ich Surfer und Kiter, auch sie genießen den Wind und preschen mit ihren Segeln durchs Wasser. Wie immer, wenn ich fotografiere, warten Reinhard und Maex geduldig, bis ich endlich zufrieden die Kamera ausschalte. Überall strahlende Gesichter - dieses Wetter und diese Atmosphäre hier am Strand sind ein Traum! Spaziergänger, Kinder, Sportler, Hunde (natürlich angeleint) - hier hat jeder gerade viel Spaß und vergisst für ein paar Stunden mal Sorgen und Arbeit - hier lässt es sich leben - Salzluft, Wind und Wellen erden uns - es ist einfach wunderbar und ich bin froh und dankbar, dies erleben zu dürfen...